Bahnausbau in Wegberg
Eisener Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert erhalten
NRW · Niederrhein · Mönchengladbach · Kreis Heinsberg · Erkelenz · Wegberg · Die Bahnstrecke ,,Eiserne Rhein‘‘ soll ausgebaut werden. Auf den Gleisen von Antwerpen bis Düsseldorf soll wieder Güterverkehr stattfinden. Auch durch Wegberg soll die Strecke laufen. Allerdings sorgt der Ausbau in Wegberg für große Diskkusionen. Denn welchen Preis müssen die Einwohner in Wegberg für diese Strecke zahlen ?

Worum geht es ?
Geplant ist eine Modernisierung und Erweiterung der Bahnstrecke (RB34) gennant ,,Eisener Rhein‘‘. Dazu gehören unter anderem:
- Ein mögliches zweites Gleis
- Eine Elektrifizierung mit Obernetz
- Deutlich mehr Zugverkehr ( über 70 Züge pro Tag )
- Möglicher Güterverkehr
Das Ziel ist eine bessere Regionale und Internationale Zugverbindung

Wo liegt das Problem?
Die Bahnstrecke verläuft direkt durch Wohngebiete, an Gärten vorbei und Naturflächen – wie auch auf den Bildern zu sehen.
Was dadurch entstehen könnte :
- Lärm und Erschütterungen
- Mögliche Güterzüge durch Wohngebite
- Eingriffe in die Natur bis zu Zerstörung von Natur
- Eine Verschlechterung der Lebensqualität in Wegberg


Die Bürgerinitiative
Die Bürgerinitiative hat einen offiziellen Bürgerantrag eingereicht, um den bisherigen Ratsbeschluss zum Ausbau rückgängig zu machen. Die Initiative ist nicht komplett gegen den Ausbau. Er soll nur in Maßen stattfinden.
Was sie nicht wollen :
- kein zweites Gleis
- keine Oberleitungen
kein Güterverkehr durch Wegberg
Was sie wollen :
- Moderne, leise BatteriezügeFokus auf Bedarf der Einwohner
- Rücksicht auf den Bedarf der Einwohner
Alternativen :
- Die Stecke an der Autobahn zu bauen, so das keine Einwohner belästigt werden
- Die Strecke (Montzenroute) über Aachen ausbauen
- Vorallem auf elektrische Bahnen setzen

Wie geht es weiter ?
Am 7. Juli 2026 entscheidet der Stadtrat über den Antrag der Bürgerinitiative.
Die Abstimmung könnte richtungsweisend für die Zukunft der Region sein.
FAQ | Der Eiserne Rhein
Antworten auf deine Fragen
Was ist der Eiserne Rhein? Der Eiserne Rhein ist eine Bahnstrecke zwischen Antwerpen (Belgien) und Düsseldorf (Deutschland)
Warum reaktivieren? Für schnelleren Gütertransport und Entlastung anderer Strecken.
Wann kommt er? Unklar, bisher nur Planung ohne festen Termin.
Auswirkungen auf Wegberg? Mehr Züge und Lärm, evtl. Ausbau der Strecke.
Auswirkungen auf Kreis Heinsberg? Mehr Verkehr und Umweltbelastung, wenig direkter Nutzen.
Was bedeutet das für mich? Mehr Zugverkehr und evtl. mehr Lärm.
Vor- und Nachteile? Bessere Logistik und Transport vs Lärm, Kosten und Eingriffe in Natur.
Welche Gemeinden betroffen? Orte entlang der Strecke in NRW und den Niederlanden.
Wie viele Güterzüge? Etwa 50–100 täglich (Schätzung).
Wer bezahlt? Deutschland, Belgien und Niederlande gemeinsam.
Auswirkungen auf Umwelt? Eingriffe in Natur, aber weniger CO₂ als LKW möglich.
Warum ist Antwerpen wichtig? Großer Hafen, braucht schnelle Verbindungen ins Hinterland.
Alternativen? Andere Bahnstrecken ausbauen vor allem aber auf Elektrische Züge setzen.
Bedeutung für Deutschland? Bessere Anbindung an internationalen Handel.
Bedeutung für Belgien/Niederlande? Beide profitieren wirtschaftlich von dem Ausbau
Wie wahrscheinlich ist die Reaktivierung? Kurzfristig eher unwahrscheinlich.
Warum heißt er so? „Eisern“ steht für Bahn, „Rhein“ für die Verbindung nach Deutschland.
Wo verläuft er? Von Antwerpen über die Niederlande ins Ruhrgebiet.
INFO
Der Eiserne Rhein :
Die Bahnstrecke ,,Eiserne Rhein‘‘ wurde erstmals 1879 von Belgien in Betrieb genommen. Sie verband den Hafen von Antwerpen mit Düsseldorf. In 1992 wird der grenzüberschreitende Güterverkehr auf dem Teilstück zwischen Dalheim und und Roermond eingestellt. Ab 1998 fordert Belgien die reaktivierung der Strecke da die 50km längere Montzenroute über Achen zu viele Steigungen hat und ein Umweg ist.
Die Bürgerinitiative :
In Wegberg hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die sich kritisch mit der möglichen Reaktivierung des Eisernen Rheins auseinandersetzt. Die engagierten Anwohner setzen sich vor allem für den Schutz vor Lärm, Umweltbelastungen und den Erhalt der Lebensqualität in ihrer Region ein und möchten die Interessen der Bürger stärker in die Planungen einbringen
Fazit
Der Ausbau des Eisernen Rheins zeigt ein klassisches Konfliktfeld:
Infrastruktur vs. Lebensqualität
Während bessere Bahnverbindungen wirtschaftliche Chancen bieten, wächst gleichzeitig die Sorge vieler Bürger, dass Wegberg zum Durchgangsort für intensiven Bahnverkehr wird.
Die Entscheidung steht noch aus, doch schon jetzt ist klar:
Dieses Projekt bewegt die Region wie kaum ein anderes.
Presseartikel vom Juni
Pressetext 29. 6. 2026 vor Abstimmung im Rat am 7. 7. 2026
Antrag der Bürgerinitiative Eiserner Rhein 2.0 vor Abstimmung im Rat
Die Bürgerinitiative „Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert erhalten“ setzt sich bezüglich des Aus- und Umbaus der Bahnlinie RB34 von MG nach Wegberg-Dalheim für eine Lösung mit Augenmaß ein, welche sich am tatsächlichen Bedarf der Wegberger Bürger orientiert.
Grundlage sollen Achtsamkeit und Schutz von Natur und Mensch sein und nicht ideologisches Denken.
Nach Kontaktaufnahme mit dem Bundesverkehrsminister, der Bahnchefin Palla, der Firma go.Rheinland sowie ausführlichen Gesprächen mit allen interessierten Fraktionen des Rates der Stadt Wegberg, hat die Bürgerinitiative am 7. 4. 2026 einen offiziellen Bürgerantrag nach §24 der Gemeindeordnung gestellt.
Der Inhalt besteht zunächst aus dem Antrag an den Stadtrat, seinen Beschluss vom 11. 2. 2025 zur Unterstützung des Vollausbaus zurückzunehmen. Es folgt der Antrag, der Stadtrat möge in Zukunft mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die alternativen Vorschläge der BI unterstützen.
Hierzu gehört insbesondere der Verzicht auf Elektrifizierung mit Oberleitungen und auf das 2. Gleis mit Verkehrsverdichtung auf über 70 Personenzüge pro Tag nach Dalheim. Alternativ bringt die BI die Nutzung moderner, umweltschonender batterieelektrischer Züge ins Spiel, wie sie vom VRR bei benachbarten ähnlichen Trassen schon eingesetzt werden.
Alle Maßnahmen sollen den drohenden Güterverkehr – wie trassenmäßig von den Bezirksregierungen Düsseldorf und Köln schon gesichert – vom Industriegebiet Elmpt über Arsbeck und durch Wegberg nach MG/Aachen vermeiden und Wegberg lebenswert erhalten.
Die Bürgerinitiative und die Wegberger Bürger erwarten mit Spannung die Abstimmung im Rat am 7. 7. 2026
Bürgerinitiative Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert erhalten
i.A. Dr. Günter Arnolds
Presseartikel vom April
Presseartikel zu Aktionen der Bürgerinitiative Eiserner Rhein 2.0
Hier: Upgrade der Ratsfraktionen und Bürgerantrag nach §24 GO NRW
Bürgerinitiative gegen Bahnausbau
Upgrade der Ratsfraktionen und Bürgerantrag
Die Bürgerinitiative „Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert erhalten“ intensiviert ihre Maßnahmen gegen den geplanten Ausbau der Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Dalheim.
Im Vorfeld hat die Bürgerinitiative den Bürgermeister und die zu einem solchen Gespräch bereiten Fraktionen des Stadtrates einzeln umfassend über den aktuellen Stand der Planungen, die im Hintergrund agierenden Player aus Wirtschaft und Politik sowie die aus ihrer Sicht bestehenden Risiken für Menschen und Umwelt informiert.
Darauf aufbauend beantragt sie mit einem Bürgerantrag nach §24 GO an den Rat der Stadt Wegberg, den früheren Beschluss zum Ausbau vom 11. 2. 25 zurückzunehmen und sich auf die von der BI formulierten Ziele auszurichten.
Im Mittelpunkt der Kritik stehen die geplante Zweigleisigkeit, eine Elektrifizierung sowie eine mögliche Verlängerung Richtung Roermond. Die Initiative warnt vor erheblichen Belastungen für Anwohner und Natur – insbesondere durch eine mögliche spätere Nutzung der Strecke „durch die Hintertür“ für Güterverkehre, etwa auch über die Alttrasse von Arsbeck aus zum Industriegebiet Javelin in Elmpt. Ebenso wird die zusätzliche geplante Verkehrsverdichtung auf über 70 Personenzüge täglich – zusätzlich zu den genannten Güterzügen und der Trassennutzung durch Siemens – als nicht bedarfsgemäß und wirtschaftlich als unverhältnismäßig bewertet.
Zudem sieht die Initiative massivste ökologische Risiken, vor allem bei einer möglichen Trassenführung durch den Nationalpark De Meinweg und den Naturpark Maas Schwalm Nette. Dabei wird die Planung eines Anschlusses an Roermond von NL abgelehnt – aus Sicht der BI ist somit ein angedachter Anschluss der Trasse von MG nach Wegberg an eine S8 MG-Roermond hinfällig und damit der geplante Vollausbau bis Dalheim obsolet.
Die Initiative setzt sich stattdessen für einen bedarfsgerechten und am tatsächlichen Nutzerverhalten ausgerichteten, umweltverträglichen Personennahverkehr ein – unter anderem ohne durchgehende Zweigleisigkeit und ohne Oberleitungen sondern mit batterieelektrischen Zügen, wie sie bei der ortsansässigen Siemens schon länger getestet und vom VRR, dessen Gebiet bis MG reicht, am nördlichen Niederrhein bei vergleichbaren Strecken schon eingesetzt werden. Eine Nutzung anderer Technik auf der Trasse MG-Wegberg, die mit MG verbunden ist, aber zum Bereich des AVV gehört, erscheint unzweckmäßig und sinnlos.
Wie es weitergeht
Mit dem eingereichten Bürgerantrag wird sich nun der Rat der Stadt Wegberg befassen müssen. Die Initiative kündigt an, den Dialog mit Politik und Öffentlichkeit fortzusetzen und weitere Aktionen zur Information der Bürgerschaft zu planen.
Für die Menschen vor Ort bleibt die Frage zentral: Wie viel Ausbau verträgt eine Region – und zu welchem Preis mit Gefährdung für Mensch und Umwelt?
Bürgerinitiative Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert erhalten
In der Lokalpresse …
„Eiserner Rhein 2.0“ – Widerstand gegen Ausbaupläne wächst
Wegberg · Die Bürgerinitiative „Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert erhalten“ verschärft ihren Widerstand gegen einen möglichen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Dalheim.
Die Bürgerinitiative „Eiserner Rhein 2.0 – Wegberg lebenswert erhalten“ hat ihre Aktivitäten gegen einen möglichen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Dalheim deutlich intensiviert. Im Mittelpunkt steht ein Bürgerantrag, der dem Rat der Stadt Wegberg vorgelegt wurde. Darin fordert die Initiative die Rücknahme des Ratsbeschlusses vom 11. Februar 2025 sowie eine grundsätzliche Neuausrichtung der Planungen.
In RP vom 04. Mai 2026 von vest fbue » weiterlesen
Wegberg. MdB Wilfried Oellers (CDU) stuft die Botschaften aus dem Entwurf des Bundesverkehrswegeplans als „sehr erfreulich für Wegberg“ ein.
„Die Nichtberücksichtigung im Bundesverkehrswegeplan bedeutet, dass die Wiederbelebung des Eisernen Rheins auf der Historischen Trasse jetzt endlich vom Tisch ist.“ Mit diesen Worten kommentiert der Bundestagsabgeordnete Wilfried Oellers (CDU) den am 16. März in Berlin vorgestellten Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans 2030. Für die Wegberger sei dies eine sehr erfreuliche Nachricht, sagte der Heinsberger bei einem Treffen mit den Mitgliedern des CDU-Stadtverbandes Wegberg und der Ratsfraktion am Bahnhof der Mühlenstadt.
In RP vom 29. März 2016 von Michael Heckers » weiterlesen
Quelle | Presseartikel Dr. Günter Arnolds
Wilfried Oellers „Eiserner Rhein ist vom Tisch“
Kostenfreie Veröffentlichungen für Vereine & gemeinnützige Organisationen.
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